Orientierung

Die Orientierung ist ein vom AVPU (Bewusstseinszustand) getrenntes Element, das zusätzlich zum AVPU beurteilt werden muss. Es gibt 3 Orientierungsbereiche: Ort, Identität, Zeit. Der Ersthelfer muss die Art des Opfers berücksichtigen, insbesondere für das Datum. Der Bereich des Wissens darf nicht als Orientierungsbereich betrachtet werden. Es ist darauf zu achten, die Orientierung in Bezug auf das Ereignis nicht mit der Kenntnis des Ereignisses zu verwechseln. Bestimmte Opfer, die ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma erlitten haben, weisen eine Gedächtnisstörung auf, die als "Ereignisamnesie" bezeichnet wird.

Orientierung

Die Orientierung ist ein wesentliches Element bei der Beurteilung des Bewusstseinszustands einer Person. Sie besteht darin zu bestimmen, ob sich die Person dreier grundlegender Aspekte bewusst ist: Ort, Identität und Zeit.

Der Orientierungsbereich "Ort" ermöglicht es zu überprüfen, ob sich die Person darüber im Klaren ist, wo sie sich befindet. Dies kann Informationen wie die unmittelbare physische Umgebung, den geografischen Ort oder die Einrichtung, in der sie sich befindet, umfassen.

Der Orientierungsbereich "Identität" betrifft das Bewusstsein der eigenen Identität. Es geht darum, sicherzustellen, dass die Person in der Lage ist, ihren Namen, ihr Alter, ihre Adresse oder andere persönliche Informationen anzugeben, die ihre Identität bestätigen.

Der Orientierungsbereich "Zeit" ist mit der Wahrnehmung der Zeit verbunden. Es geht darum zu überprüfen, ob sich die Person des Datums, der Uhrzeit, des Wochentags oder kürzlich eingetretener Ereignisse bewusst ist.

Die Beurteilung der Orientierung ist wesentlich, um einen vollständigen Überblick über den Zustand der Person zu erhalten. Sie ermöglicht es festzustellen, ob sich die Person ihrer unmittelbaren Umgebung, ihrer eigenen Identität und der Zeitlichkeit bewusst ist. Diese Information ist entscheidend für Fachkräfte des Gesundheitswesens, Ersthelfer oder jede Person, die mit der Beurteilung des Zustands einer Person in einer Notfall- oder medizinischen Situation beauftragt ist.

Die Orientierungsbereiche

Die 3 Orientierungsbereiche sind:

  • der Ort,
  • die Identität,
  • die Zeit.

Der Ort besteht darin zu wissen, ob das Opfer weiß, wo es sich befindet.

Die Identität besteht darin zu wissen, ob das Opfer seinen Vor- und Nachnamen kennt.

Die Zeit besteht darin zu wissen, ob das Opfer das Datum (Tag, Monat, Jahr) kennt.

Es ist wichtig, die Art des Opfers bei der Beurteilung dieser Bereiche zu berücksichtigen, insbesondere für das Datum.

Die Beurteilung der Orientierung

Es ist wichtig, nicht anzunehmen, dass ein Opfer, das eine kohärente Rede führt, notwendigerweise orientiert ist. Um die Orientierung eines Opfers zu beurteilen, muss es speziell zu Zeit und Ort befragt werden. Es ist ebenfalls wichtig, den Bereich des Wissens nicht mit dem der Orientierung zu verwechseln, da mehrere Faktoren diese Beurteilung verändern können und dem Ersthelfer falsche Antworten liefern, beispielsweise im Fall eines Opfers, das ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hat.

Die Orientierung in Bezug auf das Ereignis

Es ist wichtig, die Kenntnis des Ereignisses nicht als Orientierungsbereich zu betrachten. Es ist jedoch sinnvoll, diese Information zu erfassen, insbesondere bei traumatisierten Opfern, die einen Aufprall auf den Schädel (am Kopf) erlitten haben. Bestimmte Opfer, die ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma erlitten haben, weisen eine Gedächtnisstörung auf, die als "Ereignisamnesie" bezeichnet wird, die vorübergehend ist und nur das Kurzzeitgedächtnis betrifft.

Kurz gesagt

Die Orientierung ist ein entscheidender Aspekt bei der Beurteilung des Bewusstseinszustands eines Opfers. Es gibt 3 Orientierungsbereiche, die sind:

  • der Ort,
  • die Identität,
  • die Zeit.

Es ist wichtig, die Art des Opfers bei der Beurteilung dieser Bereiche zu berücksichtigen und den Bereich des Wissens nicht mit dem der Orientierung zu verwechseln. Es ist ebenfalls sinnvoll, Informationen zur Orientierung in Bezug auf das Ereignis zu sammeln, insbesondere bei traumatisierten Opfern, die einen Aufprall auf den Schädel erlitten haben.